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Bärlauch-Butter oder was tun mit zu viel Bärlauch?

Brot mit Bärlauch-Butter und Radieschen
Frühlingskleid fürs Butterbrot: Bärlauch-Butter mit Radieschen

Ich weiß nicht, wie es Dir so geht, aber ich komme in diesen Tagen des Stubenarrests irgendwie zu nichts. Eigentlich müsste ich mehr Zeit denn je haben, spare ich mit Homeoffice doch jeden Tag mindestens eine Stunde Fahrzeit ein. Ging ich früher gefühlt 6 von 7 Tagen einkaufen, husche ich jetzt zweimal die Woche für 10 Minuten in den Bioladen. Und Freunde sehen wir aus bekannten Gründen gerade gar nicht.

Erstaunlicherweise hab ich aber in meinem Job – und das, obwohl die Modebranche gerade am Boden liegt – immer noch richtig viel zu tun. Nach Feierabend fühle ich mich ausgepowert (das hab ich normalerweise selten nach einem Tag im Büro) und es macht sich eine gewisse Antriebslosigkeit breit, mich mit anderen Aufgaben zu befassen, die ich noch so auf meiner To-do-Liste habe. Küche putzen und so. Pffff. Das Schlimmste ist aber, dass diese Tage und Wochen in einer Eintönigkeit verrinnen, die mich wahnsinnig macht. Ein Tag wie der andere.

Die Highlights eines jeden, wirklich jeden Tages sind:

  • das morgendliche Yoga mit dem besten Mann von allen, dem es nach Woche eins zu Hause deutlich an Bewegung fehlte und der inzwischen selbst am Wochenende mit dabei ist!
  • gelegentliche Treffen mit dem besten Mann von allen an der Kaffeemaschine (Stichwort „Homeoffice“)
  • ein Telefonat mit der Lieblingskollegin
  • nach Feierabend eine Runde durch den örtlichen Stadtpark; noch ein bisschen Sonne und frische Luft tanken
  • Telefonate oder Nachrichten schreiben mit Familie und Freunden
  • abends mit dem besten Mann von allen Serien gucken und ab und zu mal was spielen. Apropos Serie: wir haben gerade THE FALL für uns entdeckt. Ich liebe es, schon ältere Serien zu entdecken und dann auf einen Schlag drei (oder acht) Staffeln gucken zu können! Nichts ist schlimmer, als eine neue Serie, bei der man dann mindestens ein halbes Jahr oder länger auf eine Fortsetzung warten muss! Bis dahin hab ich schon wieder vergessen, worum es in Staffel eins ging…

Zurück zum Thema – es passiert ja einfach nix! Niemand erlebt was, die Zeitungen berichten über nichts anderes als über Corona und ich kann‘s jetzt schon nicht mehr hören. Da geht einem dann auch irgendwie der Gesprächsstoff aus…

Was mich aufrecht hält, ist Kochen und Essen. Ich hab dauernd Appetit. Vermutlich ein Ausdruck von Langeweile. Also beschäftige ich mich noch ausgiebiger als sonst mit der Frage, was es zu Essen geben soll.

Auf die Bärlauch-Butter kam ich, weil mich nach der Geschichte mit der Bärlauch-Carbonara eine gute Freundin anrief und mir sagte, dass ich bitte nie wieder Bärlauch kaufen solle, weil sie massenhaft Bärlauch im Garten habe. Und wir dann prompt einen Sack Bärlauch gegen ein Kilo Dinkelmehl getauscht haben. So etwa müssen sich die Leute 1946 gefühlt haben!

Und plötzlich hatte ich sehr viel Bärlauch, der irgendwie verarztet werden wollte. Also hab ich ein großes Glas Bärlauch-Pesto gemacht (das Rezept folgt ein anderes Mal) und hatte immer noch sehr viel Bärlauch übrig. Einfrieren macht bei Bärlauch keinen Sinn, also dachte ich, dass Bärlauch-Butter eine super Möglichkeit zur Konservierung ist. Einen Teil kannst Du sofort verwenden und einen Teil einfach einfrieren für bärlauchlose Zeiten, denn in Butter verpackt überlebt Bärlauch in der Kühltruhe völlig problemlos.

Man nehme

  • 1 Paket weiche Butter à 250 g
  • 15 große Blätter Bärlauch mit Stielen, in Streifen geschnitten. Wenn die Blätter eher klein sind, nimm 20!
  • die abgeriebene Schale einer großen Bio-Zitrone
  • 1 gehäuften EL geriebenen Parmesan
  • 1 EL gutes Olivenöl
  • Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

So geht’s

Alle Zutaten werden zusammen püriert. Entweder mit einem Pürierstab oder der Küchenmaschine. Fertig!

Ich glaube, das ist das kürzeste Rezept, das ich jemals geschrieben habe, hihi!

Aaaber, diese Bärlauch-Butter ist köstlich auf Vollkornbrot mit Radieschen obendrauf (siehe Foto oben) oder pur auf knusprigem Baguette. Sie adelt jedes Steak, schmeckt zu Fisch oder gibt Deiner Gemüsepfanne den letzten Schliff.
Sie hält übrigens so lange, wie die Butter haltbar ist.

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