Gemüse,  Rezepte

Blumenkohl-Flammkuchen

Ein Holztisch, darauf ein weißer Teller mit einem goldgelben Stück Blumenkohl-Flammkuchen, belegt mit halbierten Tomaten, Salami und Paprikaringen. Daneben liegt Besteck und eine Stoffserviette mit Ring. Oberhalb des Tellers steht ein Glas Weißwein und kleine Vasen mit weißen und rosafarbenen Ranunkeln.

Sollte ich als einleitende Worte schreiben, dass ich eigentlich unzufrieden mit dem Foto bin? Wahrscheinlich nicht, denn Du wirst jetzt gleich nochmal kritisch hingucken… Aber was soll ich machen? So sieht das aus, wenn ich bei uns am Küchentisch ein schnelles Foto mache, bevor wir über das Essen herfallen. Dies war nämlich der erste Versuch eines Gerichts, das ich ewig schon mal ausprobieren wollte und ich hatte eigentlich gar keinen Blog-Beitrag dazu geplant. Aber dann ist das Ergebnis gleich so gut geworden, dass dieser Blumenkohl-Flammkuchen schneller aufgegessen war, als ich fotografieren konnte. Und ich möchte dieses Rezept nun sofocht und ganz unbedingt mit Dir teilen!

Bei Blumenkohl-Flammkuchen ist der Blumenkohl nicht etwa obendrauf als Belag, sondern der Boden besteht statt aus Teig aus – na? Genau, aus kleingeschreddertem Blumenkohl. Somit ist der Flammkuchen “low carb“ (also mit wenig Kohlenhydraten) und daher kalorienarm und durch den hohen Gemüseanteil natürlich wahnsinnig gesund. Und dann noch super lecker! Hey, was will man mehr?

Eigentlich wollte ich ja eine Blumenkohl-Pizza machen. Das hab ich vor ewiger Zeit mal irgendwo gesehen und wollte das unbedingt mal ausprobieren. Und wie das dann bei mir oft so ist, ist der Gedanke genauso schnell wieder weg, wie er kam. Aber jetzt hatte ich wieder einen Blumenkohl im Kühlschrank und weil wir ja nicht dauernd Aloo Gobi essen können, hab ich ein bisschen in meinem Hirn gekramt und da fiel mir die Blumenkohl-Pizza wieder ein. Nur dass ich mich dann in letzter Minute entschied, statt die für Pizza typische Tomatensauce zu verwenden, lieber den Becher Schmand, der sich ebenfalls noch im Kühlschrank befand, aufzubrauchen. Also haben wir hier eher Flammkuchen als Pizza.

Da ich weiß, dass der beste Mann von allen solchen Experimenten mitunter skeptisch gegenübersteht, habe ich seine übliche “Was gibt‘s denn heute zu essen?“-Frage sicherheitshalber mit “Lass Dich überraschen!“ beantwortet. (Wahrscheinlich klingeln bei ihm bei dieser Antwort eh schon alle Alarmglocken…) Aber – oh Wunder – der Blumenkohl-Flammkuchen kam richtig gut an. Möglicherweise, weil Salami im Spiel war?! Eigentlich mag ich Salami auf Pizza überhaupt nicht gerne, aber die würzige, ungarische Paprika-Salami aus dem neu eröffneten Geschäft für ungarische Delikatessen in Neuss (Achtung, Geheimtipp!) macht sich in diesem Fall wirklich hervorragend und gibt einen schönen Kontrast zu dem eher milden Geschmack von Blumenkohl und Schmand.

Überhaupt eignet sich dieses Gericht allerbestens, um kleine Reste zu verbrauchen. Bei mir waren das – abgesehen von der Wurst – noch ein paar Kirschtomaten und zwei Mini-Paprika. Das Rezept reicht für ein Blech voll; also für zwei sehr Hungrige oder notfalls auch drei bis vier Esser, wenn‘s hinterher noch Renates Eistorte gibt.

Man nehme

  • 1 mittelgroßen Blumenkohl, ca. 750 g
  • 3/4 TL Salz
  • 2 gehäufte EL Parmesan plus etwas mehr zum Bestreuen
  • 2 Eier (Größe L)
  • 1 Becher Schmand à 150 g
  • Kirschtomaten halbiert
  • Paprika in Ringen
  • 1 Stück ungarische Salami oder Chorizo oder andere Salami in ca. 3 mm dicken Scheiben
  • Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

So geht‘s

Zerteile den gewaschenen und trocken getupften Blumenkohl in seine Röschen. Der Strunk kann mitverwendet werden. Gib alles in Deine Küchenmaschine und schreddere alles zu kleinen Bröseln. (Falls Du keine Küchenmaschine hast, kannst Du den Blumenkohl auch grob reiben oder mit einem großen Messer fein hacken.) Mische das Salz darunter und lass diese Mischung 20 Minuten lang stehen.

Heize den Backofen auf 180 Grad Umluft vor.

Rühre den Parmesan und die beiden Eier unter die Blumenkohlbrösel und würze die Masse mit Pfeffer.

Lege ein Backblech mit einem Bogen Backpapier aus und verteile den “Teig“ schön dünn und gleichmäßig darauf. Dann zunächst 20 Minuten ohne Belag backen.

Nimm das Blech aus dem Ofen und schalte die Temperatur auf 250 Grad hoch. Bestreiche den Blumenkohlboden mit Schmand und belege ihn mit den Zutaten Deiner Wahl. Die halbierten Tomaten habe ich noch etwas gesalzen. Zum Schluss mit ein bisschen Parmesan bestreuen und nochmal für ca. 10 Minuten in den Ofen. Behalte den Flammkuchen dabei am besten im Auge. Die Ränder sollten braun werden, aber nicht verbrennen.

Und dann lass es Dir schmecken!

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4 Comments

  • Günter

    Kritisch betrachtet gefällt mir dein Foto mit jedem Hingucker besser. Schaut doch endlich mal so aus wie bei mir.🙊😜
    Jetzt aber ernsthaft. Dein etwas anderer Flammkuchen gefällt mir ausgesprochen gut. Gelesen habe ich ja schon davon und nachdem hier alle Karfiol aka Blumenkohl lieben, wird’s das bald mal geben. Danke für die Inspiration.

    • Odette

      Na ja, es sieht schon so ein bisschen aus wie bei „Chefkoch“. 😬🙈 Also mein Bild; von Deinen Bildern würde ich das natürlich niemals behaupten! 😅 Aber ich bin wahrscheinlich einfach zu kritisch und möchte gerne, dass immer alles schön bei mir ist. Aber das Leben ist halt nicht immer ein Wunschkonzert und manchmal muss man die Dinge nehmen wie sie kommen! 😁🤷🏻‍♀️

  • Claudia

    Also das Foto….hmm…….😉 natürlich schaut man es noch genauer an, wenn das erwähnst, aber ich finde das Foto ehrlich gesagt sowas von passend zu dem Thema. Pizza und Flammkuchen sind im Grunde einfache Gerichte aus Nonnas Küche, und genau das sagt das Foto aus 💛 Wunderschöner Holztisch, Serviettenringe (habt ihr das wirklich täglich in Verwendung??) und diese wunderschönen Gläser 🥰 Also bei uns sähe das gaaaanz anders aus , weil auf unserem Riesentisch mehr als „alles mögliche“ herumliegt (zwei Menschen arbeiten da auch oft drauf😇)
    Nun aber zum Wesentlichen: Dass dein Blumenkohl-Flammkuchen (exPizza) den Blumenkohl im Teig hat, hat mir dann auch die Frage nach dem Blumenkohl beantwortet. Und, du wirst das nicht glauben: dein Rezept hat mich definitiv zum Nachmachen inspiriert, gespeichert, notiert und vorgemerkt!!💛 Wird sofocht gemacht, wenn Blumenkohl um Verarbeitung bettelt.

    • Odette

      Dankeschön, liebe Claudia. 🥰 Ja, wir benutzen diese schönen Serviettenringe tatsächlich jeden Tag. Die habe ich so nach und nach von Flohmärkten und Antiquitätenhändlern zusammengesammelt und es wäre doch schade, wenn die nicht regelmäßig benutzt würden. Auf unserem Küchentisch liegt übrigens auch immer eine Menge “Leben”, aber das sieht man auf dem Bild glücklicherweise nicht… 😅
      Und ich würde mich natürlich total freuen, wenn dieses Rezept tatsächlich zur Nachahmung anregt! 🙃

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