Rezepte,  Suppen

Sauerkrautsuppe

Eine schwarze Suppenschalen auf schwarzem Hintergrund. Darin goldgelbe Sauerkrautsuppe mit Kartoffel- und roten Paprikastückchen und Mettwurst in Scheiben. Rechts daneben liegt eine weiße Serviette und ein Löffel.

Tja, ob wir wollen oder nicht – der Herbst ist dieses Jahr wirklich ein Herbst und kein verlängerter Spätsommer. Hier zumindest haben wir gefühlt seit Wochen jede Menge grauen Himmel, viel Regen und Wind. Ungemütlich. Wieviel Lust hat man da auf eine warme und richtig herzhafte Suppe? Ganz viel Lust! Also ich jedenfalls. Da kommt meine Sauerkrautsuppe doch wie gerufen?! Sie bringt Farbe in graue Tage und wärmt Leib und Seele, wie man so schön sagt. Und natürlich gibt’s eine vegetarische Option im Rezept!

Ich liebe Sauerkraut. Gerne auch roh aus dem Glas. Richtig gesund ist es, wenn Du tatsächlich frisches Sauerkraut – das heißt, nicht pasteurisiertes Sauerkraut – kaufst. Das bekommst Du meistens im Reformhaus oder im Bioladen. Dort wird es frisch aus großen Eimern oder Töpfen abgefüllt und verkauft. Frisches Sauerkraut enthält aktive Milchsäurebakterien, die super gut für Deine Darmflora sind. Die sorgen nämlich für den Erhalt einer gesunden Darmschleimhaut, verdrängen weniger nützliche Bakterien und stärken nebenbei das Immunsystem. Außerdem enthält es ordentlich Ballaststoffe, die sich ebenfalls positiv auf Deine Verdauung auswirken. Und ein paar Vitamine bringt das frische Sauerkraut auch noch mit. Zwar nicht ganz so viele, wie man ihm immer nachsagt, aber immerhin.

Das industriell hergestellte Sauerkraut, das im Supermarkt angeboten wird, ist in der Regel pasteurisiert oder sterilisiert. Dadurch wird der Gärprozess gestoppt und die längere Haltbarkeit bei gleichbleibenden Geschmack gewährleistet. Allerdings werden die ganzen guten Milchsäurebakterien dabei abgetötet und tun nichts mehr für unsere Gesundheit. Außerdem gehen bei diesem Prozess auch wertvolle Vitamine verloren.

Daraus folgerst Du richtig, dass frisches Sauerkraut am besten tatsächlich nicht erhitzt verzehrt werden sollte. Direkt aus der Packung in den Mund. Oder mit einer Vinaigrette und vielleicht kombiniert mit ein paar Trauben und Walnüssen als Salat. Probier das mal! Wenn wir das Sauerkraut aber, wie die Oma früher, stundenlang matschig kochen wollen (wer‘s mag), dann tut‘s auch eine Dose aus dem Supermarkt. Alternativ kann man Sauerkraut aber auch schonend erwärmen, also hier zum Beispiel erst zum Ende der Kochzeit unterrühren und nicht mehr kochen lassen.

So oder so ist diese Suppe super lecker und sorgt bei meiner Familie immer für Begeisterung, wenn sie auf den Tisch kommt. Wenn Du vegetarisch unterwegs bist, kannst Du die geräucherten Mettwürstchen natürlich weglassen oder durch Räuchertofu ersetzen. Allerdings würde ich ehrlicherweise von der Räuchertofu-Variante abraten. Ich habe das kürzlich ausprobiert (hatte schlichtweg vergessen, Mettwürste zu kaufen, dafür aber noch Räuchertofu in der Kühltruhe). Du kannst Dir vorstellen, dass der Mann einigermaßen unzufrieden mit dem Ersatz war? *Räusper. Nun ja, kommt nicht wieder vor, Schatz! War auch nicht so meins…

Das Rezept reicht für 2 Personen.

Man nehme

  • 1 Zwiebel, gewürfelt
  • 1 EL Ghee oder Butterschmalz
  • 1 kleine rote Paprika, gewürfelt
  • 2 – 3 Kartoffeln, geschält und gewürfelt
  • 1 TL Paprikapulver (edelsüß)
  • 0,5 TL Cayenne Pfeffer
  • 2 Knoblauchzehen, gepresst
  • 1 Becher Sahne
  • ca. 500 ml Brühe, ich nehme dafür meine Suppenpaste
  • ca. 300 g Sauerkraut
  • 2 – 3 Mettwürste in Scheiben geschnitten

So geht’s

Zerlasse das Ghee in einem großen Topf und dünste darin die Zwiebel, die Paprika und die Kartoffeln an.

Gib die Gewürze und den Knoblauch dazu und fülle mit Brühe und Sahne auf. Lass das Ganze bei niedriger Temperatur 15 Minuten lang köcheln.

Variante I

Wenn Du Sauerkraut aus der Dose benutzt, kannst Du es jetzt zusammen mit den Mettwürsten (oder auch ohne Mettwürste für die vegetarische Option) zugeben und weitere 5 Minuten köcheln lassen.

Variante II

Wenn Du frisches Sauerkraut und Mettwürste nimmst, gibst Du jetzt erstmal nur die Mettwurst zur Suppe und lässt sie noch 5 Minuten köcheln. Stell dann den Herd ab und rühre das Sauerkraut unter. Lass es ein paar Minuten in der heißen Suppe warm werden.

Variante III

Wenn Du frisches Sauerkraut und keine Wurst verwendest, testest Du kurz, ob die Kartoffeln gar sind (je nach Würfelgröße und Sorte brauchen sie vielleicht noch zwei, drei Minuten), stellst den Herd dann ab und rührst das Sauerkraut unter. Lass es ein paar Minuten in der heißen Suppe warm werden.

Schmecke die Suppe nochmal mit Salz und Cayenne Pfeffer ab. Und dann lass es Dir schmecken!

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