Nudelglück,  Rezepte

Linguine mit Pfifferlingen, Speck und Salbei

Eine blau-weiß karierte Tischdecke, darauf steht eine weiße Schüssel mit Nudeln, die mit Pfifferlingen, Speckwürfeln, gebratenen Knoblauchscheiben und Salbei bedeckt sind. Rechts oben in der Ecke ragte eine Stoffserviette, zwei weiße Teller und Besteck ins Bild. Daneben liegt ein Zweig Salbei.

Darf ich vorstellen? Die Sommer-Pasta meines Herzens! Ohne die wäre der Sommer unvollständig. Sobald es die ersten Pfifferlinge gibt, gibt es dieses Nudelgericht im Hause Odette. Mindestens zweimal pro Saison. Und das seit – ähm – so gut 25 Jahren etwa. Also seit ich laufen kann, quasi. Hihi. Und ich freu mich so, diesen Familien-Klassiker heute mit Dir zu teilen!

Gleichzeitig möchte ich mich mit diesem Post in eine kleine Pause verabschieden, denn beruflich stehen mir ein paar anstrengende und stressige Wochen ins Haus. In der Zeit, in der die Welt Urlaub macht, am Ballermann Corona-Partys feiert, auf Sylt dicht an dicht am Strand liegt oder zu Hunderten in den Alpen irgendwelche Gipfel erstürmt, hab ich Urlaubssperre und Messe. Schon mein ganzes Berufsleben lang. Und das ist noch etwas länger, als ich dieses Nudelgericht koche.

Jetzt, wo die Kinder groß und wir nicht mehr abhängig von Schulferien sind, ist das grundsätzlich gar kein Problem. Ich bin froh, wenn ich nicht an überfüllten Stränden liegen muss. Und in Corona-Zeiten umso mehr. Weniger schön ist es, bei 30 Grad (das ist erfahrungsgemäß die Durchschnittstemperatur zur Messe im Juli, ächz) täglich 10 Stunden im Showroom unter voller Scheinwerfer-Beleuchtung (und diesmal noch mit Mund-Nasenschutz, hurra) zu sitzen, damit DU im Sommer 2021 was Neues zum Anziehen hast! Ich arbeite nämlich in einer Modevertriebsagentur; wir verkaufen Mode an den Einzelhandel. Und das, was wir jetzt zur Messe verkaufen, kannst Du dann nächstes Jahr im Sommer auf Sylt spazieren tragen. Weisste Bescheid. Es ist okay, wenn Du Dich jetzt ein bisschen schuldig fühlst.

Jedenfalls – um zurück zum Punkt zu kommen – werde ich keine Zeit und Muße haben, tolle Sachen zu kochen, geschweige denn, Blogbeiträge zu schreiben. Ich werde abends todmüde nach Hause fahren, mit dem besten Mann von allen was Essen gehen und dann ins Bett fallen. Alles andere muss hintenan gestellt werden. Aber vielleicht bist Du ja eh im Urlaub und hast auch Besseres zu tun, als meine Blogbeiträge zu lesen?!

Was Du aber auf jeden Fall tun musst, bevor die Pfifferling-Saison vorbei ist, ist diese absolut köstliche Pasta zu kochen! Keine Ausrede! Sie ist durch einen guten Schluck Sahne so wunderbar schlotzig, die gebratenen Pfifferlinge sind eh lecker und das Topping aus frittiertem Salbei, knusprigen Speckwürfelchen und gerösteten Knoblauchscheiben machen diese Nudeln zum Reinlegen gut! Vegetarier können den Speck durch Räuchertofu ersetzen aber ich muss gestehen, dass ich das noch nie ausprobiert habe. Ich glaube, der beste Mann von allen fänd das auch gar nicht witzig…

Das Rezept ist für 2 Personen.

Man nehme

  • 200 g Linguine (oder Spaghetti)
  • 250 – 300 g Pfifferlinge, trocken abgebürstet und große Pilze halbiert
  • 2-3 Knoblauchzehen in Scheiben
  • 50 g Speckwürfel (bio, wenn möglich)
  • eine kleine Handvoll Salbeiblätter, sehr große Blätter halbiert oder sogar geviertelt
  • 1 Becher Sahne
  • Olivenöl
  • Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

So geht’s

Brate die Speckwürfel in einer mittelgroßen Pfanne bei mittlerer Temperatur in 2 EL Olivenöl aus. Sie müssen braun und knusprig werden. Mit einer Schaumkelle auf einen Teller heben.

Dann brätst Du im selben Öl die Knoblauchscheiben langsam golden. Sie dürfen nicht zu dunkel werden, weil der Knoblauch sonst bitter schmeckt! Anschließend ebenfalls mit der Schaumkelle herausheben und zum Speck legen.

Danach frittierst Du den Salbei in dem mit Speck und Knoblauch geschwängerten Öl knusprig. Eventuell musst Du noch einen kleinen Schluck Olivenöl dazugeben. Der Salbei wandert dann zu seinen Kumpels auf den Teller.

Ein Teller mit ausgebratenen Speckwürfeln, goldbraunen Knoblauchscheiben und frittierten Salbeiblättern.

Jetzt kommen die Pfifferlinge in die Pfanne. Die brätst Du unter häufigem Wenden bei höherer Temperatur an. Zwischendurch salzen, so dass sie ihre Feuchtigkeit schneller abgeben.

Wenn die Pilze anfangen, braun zu werden, gibst Du den Becher Sahne hinzu und lässt das Ganze zwei Minuten kochen. Dann schaltest Du die Platte auf Warmhalten (oder aus, je nach Herd), gibst ordentlich frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer an die Sauce und schmeckst ggf. nochmal mit Salz ab.

Parallel hast Du natürlich schon das Nudelwasser aufgesetzt und die Linguine nach Packungsanleitung in gut gesalzenem Wasser gegart. (Hast Du „Bevor Du mit dem Kochen anfängst“ gelesen? Das zeigt sich an dieser Stelle, hihi.)

Die Nudeln abgießen und sofort mit der Pfifferlingsahne vermischen. Mit Speck, Knoblauch und Salbei bestreuen und servieren!

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7 Comments

  • Monika Straßer

    Ein wunderbares Nudelgericht ….. alles drin was mir schmeckt🥰🥰. Das mit den geröteten Knoblauchscheiben muss ich auch mal probieren 👍🏼👍🏼.
    Ich hoffe, es wird nicht all zu heiß in Eurem Showroom🥵🥵mit der Maske stell ich’s mir elend vor👹. Schreib mir wenn‘s unerträglich wird, dann esse ich in Verona „un grande Gelato“ für dich mit😁😁😁. Liebe Grüße 👋🏻👋🏻☀️😘

    • Odette

      Vielen, vielen Dank, liebe Moni. Das mit dem Gelato würde bestimmt sehr helfen! Wünsche Dir eine tolle Zeit und denk mal an mich! 😩

          • Drennhaus Ulli

            Liebe Oda, super leckere Nudeln. Ich habe das Rezept nachgekocht und meine Gäste fanden es auch sehr sehr lecker 😋 Dankeschön 💐
            Deine Rezepte lesen sich wunderbar 😀 und das ein oder andere habe ich schon probiert.
            Grüße an den besten Ehemann jenseits der Kaarster Stadtgrenze 😘 denn hier gibt es auch so ein Exemplar. LG Ulli

          • Odette

            Danke für Dein tolles Feedback, liebe Ulli! Das freut mich sehr! Die Grüße hab ich ausgerichtet; das mit der Stadtgrenze will ich mal so stehen lassen… 😁 Liebste Grüße zurück!

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