Gemüse,  Rezepte

Flower Sprouts, Kartoffelspalten, Chorizo und Maronen aus dem Ofen

Ein weißer Teller auf rustikalem Holzuntergrund. Darauf eine Portion gebackene Flower Sprouts mit Kartoffelspalten, Chorizo und Maronen.

Sind Dir Flower Sprouts schon mal begegnet? Ich habe dieses Gemüse zum ersten Mal 2017 hier auf dem Markt gesehen und war sofort hin und weg! Wie hübsch sind diese Kohlröschen denn bitte?! Weiter unten gibt‘s ein Foto im Rohzustand – dann weißt Du sofort, was ich meine. Flower Sprouts sind eine Züchtung aus Rosenkohl und Grünkohl. Mama Rosenkohl verdanken sie die Größe und Papa Grünkohl die Frisur. Sie schmecken milder als ihre Eltern und wären von daher auch für Rosenkohl- oder Grünkohl-Hasser (ja, ja, die soll’s geben!) einen Versuch wert. Und davon abgesehen, profitiert meiner Meinung nach so ziemlich jedes Gemüse davon, wenn man es im Ofen backt.

Flower Sprouts sind aber nicht nur hübsch anzusehen und lecker, sie sind zu allem Überfluss auch noch super gesund! Der elterliche Gen-Pool hat bei der Verteilung von Vitamin C und B6 großzügig eine Schüppe draufgelegt; Flower Sprouts enthalten davon nämlich doppelt soviel wie Rosenkohl. Dazu gibt‘s jede Menge Ballaststoffe (die gut und wichtig für Deine Verdauung sind), Vitamine, Eisen, Kalzium und Antioxidantien. Sie sind also eine echte Bereicherung für den winterlichen Speiseplan und man kann quasi gar nicht genug davon essen!

Ich habe das Glück, dass der Markthändler meines Vertrauens dieses Gemüse selber anbaut. Wer nicht weiß, wo er Flower Sprouts herbekommen kann, kann das Rezept übrigens auch problemlos mit halbierten Rosenkohl-Röschen zubereiten.

Ein einzelnes Flower Sprout Köpfchen liegt auf schwarzem Untergrund. Man sieht schön die Struktur und den Farbverlauf von violett (unten) zu grün (oben).

Das Rezept hier habe ich vor 5 Jahren angefangen zu entwickeln und es jeden Winter mindestens einmal gemacht. Beim ersten Versuch hatte ich die Kartoffeln und die Flower Sprouts noch in der Pfanne angebraten, war aber von dem Ergebnis nicht so überzeugt. Seitdem backe ich alles im Ofen und es wird perfekt. Die Flower Sprouts werden durch das Backen wunderbar knusprig an den Rändern und sehr zart. Kartoffelspalten aus dem Ofen sind eh immer köstlich und die Chorizo-Scheiben geben ihr Fett und köstliches Aroma an das Gericht ab. Dazu ein bisschen Rosmarin und Ahornsirup. Und zum Schluss werden noch Maronen mitgegart, mmmhhh.

Das Rezept reicht für 2-3 Portionen, Du kannst die Menge aber beliebig anpassen.

Man nehme

  • ca. 500 g Flower Sprouts
  • 1 Chorizo “pikante“ (das ist die etwas schärfere Version. Du kannst natürlich auch die normale Chorizo nehmen) à 200 g, in Scheiben geschnitten
  • pro Person 2 oder 3 Kartoffeln (je nach Größe und Hunger), geschält und längs in Achtel geschnitten
  • 1 Paket vakuumierte Maronen
  • Rosmarin (getrocknet oder frisch)
  • Ahornsirup
  • Olivenöl
  • Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

So geht‘s

Heize den Backofen auf 200 Grad vor.

Vermische die Kartoffelspalten mit etwas Olivenöl und verteile sie auf einem tiefen Backblech. Salzen und für ca. 15-20 Minuten ab in den Ofen.

Wasche die Flower Sprouts, schüttle sie trocken und schneide den Stielansatz knapp ab. Vermische sie in einer Schüssel mit etwas Olivenöl und Salz.

Hole das Blech aus dem Ofen und verteile die Chorizo-Scheiben und die Flower Sprouts auf den Kartoffeln. Streue einen guten Teelöffel Rosmarin darüber und besprenkle alles mit Ahornsirup. Ich lege einfach den Daumen auf die Öffnung der Flasche und betropfe so das ganze Blech. Es soll aber kein Dessert werden, also sei vorsichtig und nimmt nicht zu viel. So ungefähr 1 EL voll.

Schieb das Blech für weitere 15 Minunten in den Ofen.

Am Ende der Garzeit gib die Maronen zu und lasse sie weitere 5 Minuten mitgaren. Fertig. Vor dem Servieren noch schwarzen Pfeffer darüber mahlen und direkt auf Tellern anrichten.

Lass es Dir schmecken!

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2 Comments

  • Claudia

    Ich bin schlichtweg begeistert und lieblich verzaubert, ob deiner wunderbaren Schilderung von Mama Rosenkohl und Papa Grünkohl. Man bekommt sofort das GEfühl, hier was verpasst zu haben und macht sich auf die Suche nach dem Sproß der beidem mit dem perfekten Gen-Pool. Wie schon so oft bei seltenen Gemüsearten, kenn ich diese „Flower Sprouts“ natürlich leider nicht, aber ich bin schon ganz fleißig am Suchen, und Schuld daran bist wiedermal du 😉 Aber wie immer bin ich dir so dankbar, denn das klingt einfach wirklich herrlich.

    • Odette

      Dankeschön, liebe Claudia! Ich freu mich sehr und drücke Dir die Daumen, dass Deine Suche Erfolg hat! Irgendwo hab ich gelesen, dass der Eigenanbau auch gar nicht so schwierig sein soll… 😉

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