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Champignon-Cremesuppe mit Knoblauch und Thymian

Auf einem grau-weiß gebeizten Holztisch steht ein weißer Suppenteller mit breitem Rand. Rechts daneben liegt eine etwas zerknüllte Serviette und ein Löffel. Oben rechts liegen zwei Fläschchen mit flüssigem Knoblauch und Thymian, daneben ein kleiner Löffel mit flüssigem Thymian darauf und der Verschluss dieser Flasche. Oben links liegt ein kleiner Tannenzweig, daneben steht eine kleine weiße Vase mit einem Zweig mit rosa Beeren. Im Teller befindet sich Champignon-Cremesuppe, garniert mit gebratenen Champignonscheiben, gerösteten Sonnenblumenkernen und Tropfen von flüssigem Thymian. Auf dem Tellerrand liegen Scheibchen von violetten Möhren, in Sternform ausgestochen, und Scheibchen von Ringelbete, in Mondform ausgestochen, zur Dekoration.

WERBUNG / KOOPERATION

Bislang habe ich alle Anfragen für Kooperationen aus verschiedenen Gründen abgelehnt. Aber als ich das Angebot von Northern Greens bekam, ihre flüssigen Kräuter zu probieren, war ich sofort neugierig und wollte das ganz unbedingt! Flüssige Kräuter, was für eine spannende Idee! Northern Greens hat mir also ein Paket mit 10 verschiedenen Fläschchen kostenlos zur Verfügung gestellt; als Gegenleistung würden sie sich freuen, wenn ich etwas damit koche und anschließend darüber berichte. Ohne Druck und ohne weitere Erwartungen. Das fand ich auch gut! Ein erstes Fazit zu den Produkten gibt es ganz zum Schluss.

Flüssige Kräuter also. Die Idee dahinter ist, dass frische Kräuter oft nicht rechtzeitig verbraucht werden, bevor sie verwelken. Oder man sie gerade nicht zur Hand hat, wenn man sie braucht. Nicht alle Kräuter lassen sich ohne Geschmacksverluste trocknen oder einfrieren und nicht alle Kräuter bekommt man überall zu jeder Zeit frisch. Und dann auch noch in Bio-Qualität. Das wollten die beiden Jungs aus Dänemark, die hinter Northern Greens stecken, ändern. Erst nachdem ich schon zugesagt hatte, habe ich gelesen, dass die beiden erfolgreich an der Sendung „Die Höhle der Löwen“ teilgenommen haben, die ich ehrlicherweise nie gucke.

Die frischen Bio-Kräuter sind übrigens in Bio-Essig konserviert, so dass sie auch geöffnet noch lange haltbar sind. Und dabei müssen die Fläschchen nichtmal im Kühlschrank aufbewahrt werden! Das finde ich super, denn mein Kühlschrank ist eigentlich immer zu klein, auch wenn er zwei Meter hoch ist. Mysteriös, ich weiß…

Aber zurück zu dem Essig – das ist der einzige Punkt, der die Nutzung der Kräuter etwas einschränkt. Du kannst sie nur dort einsetzen, wo die kleine Säurenote nicht stört oder vielleicht sogar erwünscht ist. So zum Beispiel in meiner Champignon-Cremesuppe. Und jetzt mal Hand aufs Herz, wann hast Du das letzte Mal eine Champignon-Cremesuppe gegessen? Ewig her? Bei mir auch. Ein kulinarisches Highlight der – äh – 80er Jahre? Hm. Der beste Mann von allen und ich fanden beim Essen, dass sie völlig zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist.

Selbstverständlich kannst Du das nachfolgende Rezept auch ohne flüssige Kräuter ausprobieren. Die alternative Zubereitung schreibe ich dazu. Übrigens habe ich zu meiner Überraschung festgestellt, dass der Discounter meiner Wahl (an dieser Stelle verzichte ich auf unbezahlte Werbung!) ein großes Display mit eben diesen Fläschchen in der Nähe der Kasse stehen hatte. Es scheint also kein Ding der Unmöglichkeit zu sein, an die flüssigen Kräuter heranzukommen.

Das Rezept reicht für 4 Personen als Vorspeise oder für 3 Personen als Hauptgericht. Die Dekoration am Tellerrand besteht übrigens aus in Mond- und Sternform ausgestochener violetter Karotte und Ringelbete. So macht die Champignon-Cremesuppe auch zu Weihnachten was her!

Man nehme

  • 500 g braune Champignons (Du kannst natürlich auch weiße nehmen, völlig egal. Ich nehme einfach gerne braune.)
  • 2 Schalotten, gehackt
  • 1 EL Rapsöl
  • 2 EL Butter
  • 300 ml Wasser
  • 1 gehäufter TL Suppenpaste
  • 300 ml Hafermilch (oder Kuhmilch)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 mittelgroße Kartoffel in kleinen Würfeln
  • 1 Becher Sahne
  • Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Flüssige Kräuter in den Sorten Knoblauch und Thymian (alternativ eine kleine Knoblauchzehe, gepresst, und 1/2 TL getrockneter Thymian)
  • 1 Handvoll Sonnenblumenkerne

So geht’s

Hacke 400 g der Champignons grob. Die restlichen 100 g schneidest Du in Scheiben.

Zerlasse in einem großen Topf 1 EL und 1 EL Butter. Schwitze darin bei mittlerer Temperatur die Schalotten ein paar Minuten an. Gib dann die Champignons und einen knappen TL Salz dazu und brate sie unter Rühren an. Falls Du getrockneten Thymian und frischen Knoblauch verwendest, kannst Du beides jetzt schon zugeben.

Gib dann die Kartoffelwürfel hinzu. Gieße alles mit Wasser und Hafermilch auf und gib meine legendäre Suppenpaste dazu. Falls Du den flüssigen Knoblauch verwendest, gib ihn jetzt zu – etwa einen Teelöffel voll. Lege den Deckel auf und lasse die Suppe 20 Minuten köcheln.

Währenddessen röstest Du in einer kleinen Pfanne die Sonnenblumenkerne ohne Zugabe von Fett bis sie anfangen zu duften und zu bräunen. Auf einem Stück Küchenpapier abkühlen lassen. In der gleichen Pfanne brätst Du anschließend die Champignonscheiben in einem EL Butter und mit etwas Salz schön braun. Beiseite stellen.

Am Ende der Kochzeit gibst Du den Becher Sahne zur Suppe und pürierst alles mit einem Pürierstab oder in Deiner Küchenmaschine. Mit reichlich schwarzem Pfeffer abschmecken; ggf. brauchst Du auch noch etwas Salz.

Die Champignon-Cremesuppe in Teller füllen, mit den gebratenen Champignons und den Sonnenblumenkernen toppen und anschließend mit einigen Tropfen flüssigem Thymian (wenn Du keinen getrockneten verwendet hast) ringsherum dekorieren. Und genießen!

Fazit

Grundsätzlich sind die flüssigen Kräuter eine tolle Idee. Allerdings wären die hier zum Einsatz gekommenen Sorten Knoblauch und Thymian beim Einkauf nicht meine erste Wahl, denn Thymian gibt es getrocknet in sehr guter Qualität und Knoblauch habe ich immer frisch im Kühlschrank.

Aber es gibt zum Beispiel Ingwer (interessant, weil fein püriert) oder spannende Kräuter wie Estragon, die eben nicht immer überall verfügbar sind. Und die Vorfreude auf die Bärlauch-Saison kann ich mir mit dem entsprechenden Fläschchen auch noch versüßen. Ich werde also mit den anderen acht Sorten noch ein bisschen experimentieren und davon bei Gelegenheit berichten…

Zur Info: Die flüssigen Kräuter sind alle fein püriert, dabei relativ dickflüssig und lassen sich per Teelöffel gut dosieren. Außer Branntweinessig kommen nur Wasser, Meersalz und Xanthan (ein auch für Bio-Lebensmittel zugelassenes Verdickungsmittel) zum Einsatz.

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